D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 30. Juli - 5. August unabhängig - überparteilich

Mit dem "Roland" ins Museum

Mönchguter Museen und Rügensche Kleinbahn
schließen neue Kooperation ab

Jörn Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes, Dirk Bahnsen, kaufmännischer Leiter der Kleinbahn, Dr. Michael Schimek, Leiter der Mönchguter Museen, und Torsten Bänsch, Marketingmitarbeiter der Mönchguter Museen.

Foto : Günther

Ostseebad Göhren (gü). "Mit Volldampf in die Mönchguter Museen" - unter diesem Motto haben die Mönchguter Museen und die Rügensche Kleinbahn eine neue Kooperation beschlossen. Dr. Michael Schimek, Leiter der Mönchguter Museen, überreichte am letzten Freitag Dirk Bahnsen, kaufmännischer Leiter der Rügenschen Kleinbahn, das erste Plakat, mit dem die neuen Angebote ab sofort beworben werden sollen. Worum geht es ?

Fahrgäste des "Rasenden Roland", wie die Kleinbahn auch genannt wird, erhalten in den Mönchguter Museen einen Preisnachlass beim Vorlegen ihrer Fahrkarte. Diese Ermäßigung kann von 50 Cent bis zwei Euro reichen, je nach dem, wie viele Museen der Gast besuchen will.


"Diese Kooperation lag für uns auf der Hand", so Schimek und Bahnsen unisono, denn "beide Einrichtungen sprechen nostalgie- und geschichtsinteressiertes Publikum an".
Der "Rasende Roland" rechnet in diesem Jahr mit fast 400.000 Passagieren.


"Tor zum Mönchgut" gerichtet

Symbolischer Eintritt auf die Halbinsel offiziell übergeben

Das sog. "Tor zum Mönchgut" überspannt symbolisch den Mönchgraben, der die gleichnamige Halbinsel vom restlichen Eiland geografisch trennt.

Foto : Günther

Ostseebad Baabe (gü). Mit einem lauten Knall war das "Tor zum Mönchgut" gerichtet ! Gerda Mathis, Ehefrau von Bürgermeister Dieter Mathis CDU), ließ die obligatorische Flasche Sekt am Fuße des Tores zerschellen und wünschte dem Bauwerk eine gute Zukunft. Für den zünftigen Richtspruch sorgten zuvor die Zimmerleute, die in den letzten Wochen das Tor errichtet hatten.

Zahlreiche Einwohner des Ortes sowie Vertreter von Behörden und Nachbargemeinden waren am letzten Freitag erschienen, um mit den Baabern das Richtfest zu feiern. Das "Tor zum Mönchgut" überspannt den sog. Mönchgraben, der die geografische Trennung vom restlichen Rügen an dieser Stelle markiert. Bürgermeister Mathis dankte in seinen Worten den verantwortlichen Partnern und Baufirmen für die Genehmigungen und die gute Zusammenarbeit.

Immerhin war das Tor nicht unumstritten, mussten viele Bedenken ausgeräumt werden, erinnerte sich Mathis. "Das Ergebnis sehen sie heute", so der Gemeindechef. Nunmehr begrüßt das Tor anreisende Gäste.


Fotowettbewerb Juni ausgewertet

Preisträger ermittelt
Motive für Juli noch bis zum 15. August abzugeben

"Blick im Sonnenuntergang von der Seebrücke" nannte Hartmut Einwächter aus Moers seine Aufnahme.

Foto : Einwächter

Ostseebad Binz (gü). Erstaunliche und auch tolle Fotos konnte die Kurverwaltung im Rahmen des Fotowettbewerbs im Monat Juni verzeichnen. Dieser Monat stand unter dem Motto "Die Sonne spiegelt sich im Meer" und wiederum sandten Touristen und Einwohner der Insel mehrere hundert Aufnahmen ein, wie Kay Albrecht von der Kurverwaltung in diesem Zusammenhang sagt.

Die Jury hatte wieder die berühmte Qual der Wahl und entschied sich für die Arbeiten von Dorothea Spengel aus Dessau (Prorer Wiek im Sonnenlicht), Hartmut Einwächter aus Moers (Blick im Sonnenuntergang von der Seebrücke), Sigrid Noth aus Camburg (Ostseestrand im Abendrot) und Sebastian Herzfeldt aus Götene / Schweden (Sonnenuntergang auf Ummanz).

Das originellste Foto schoss Karola Dörner aus Bochum mit "Statue am Strand im Sonnenlicht".
Das Motto für Juli lautet "Strandburgen am Ostseestrand", Einsendeschluss ist der 15. August.


Handwerkertag und Backofen

Mönchguter Museen mit Resonanz zufrieden
Neues Projekt begonnen

Die Grundplatte für den historischen Backofen ist fertig, jetzt werden 500 historische Ziegelsteine und 150 Dachpfannen gesucht. Wer helfen kann : (03 83 08) 21 75.

Foto: Museum

Ostseebad Göhren (DR). Am 24. Juli konnte der Besuchen auf dem Museumshof den Handwerkern wie Schafscherer, Rohrdachdecker, Sattler, Stellmacher, Spinnerin, Maurer bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Über 1.200 Gäste nutzten diesen Tag, um sich auf dem Handwerkermarkt umzusehen.

Außerdem gab es original Rügenprodukte von hausgemachten Marmeladen, Konfitüren und Honig über Räucherfisch, Grillspezialitäten, Kaffee und Kuchen bis hin zu Erzeugnissen Rügener des Kunsthandwerks ­p; erwerben. Bereits am Nachmittag konnte der 1.000ste-Besucher zum Handwerkertag begrüßt werden. Es handelte sich dabei um eine Besucherin aus Berlin, sie wurde durch die Aussteller mit einem kleinen Präsent überrascht.

An dieser Stelle möchte sich das Team der Mönchguter Museen bei allen Ausstellern, Vorführern, der, Rügen-Veranstaltungen Ahrend sowie allen fleißigen Helfern bedanken.

Ein Backofen

Im Herbst des letzten Jahres rief der Förderverein zum Schutz, zur Pflege und weiteren Entwicklung der Mönchguter Museen e.V. zu Spenden für den Bau eines Backofens nach historischem Vorbild auf. Immerhin 112 Spenden in einem Gesamtwert von über 4.000 Euro gingen ein und zahlreiche Spender warten inzwischen dringlichst darauf, ihren Gutschein für ein Museumsbrot bald einlösen zu können.

Nachdem nun in Anlehnung an die historischen Gegebenheiten und in Absprache mit der Bauverwaltung, der Gemeindevertretung und den Nachbarn ein geeigneter Standort am Schwarzen Schuppen in der Nordperdstraße gefunden wurde, begannen vor einigen Tagen endlich die Bauarbeiten.

Mauermeister Norbert Schmutzer fertigte mit seinen Mitarbeitern Sebastian Schuber und Gerd Hackbarth die Schalung, setzte den Beton an und gab dem Backofen-Projekt damit ein sicheres Fundament. Besonders dankbar sind der Förderverein und das Museumsteam dafür, dass Mauermeister Schmutzer Arbeit und Material dem Museum in ausgesprochen großzügiger Weise spendet.

Der weitere Aufbau nach historischem Vorbild soll dann in den nächsten Wochen in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der historischen Stätten in Rambin und Umgebung e.V. erfolgen.


Umstrittenes

Auf Rügen nicht gewollte Wehrmachtsausstellung eröffnet

Peenemünde / Usedom (DR). Die sogenannte Wehrmachtsausstellung im Historisch-Technischen Informationszentrum im Kraftwerk Peenemünde ist eröffnet ! Prof. Dr. Wolfgang Methling (PDS), stellvertretender Ministerpräsident und Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, eröffnete am zurückliegenden Donnerstag die Ausstellung unter dem Titel "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" im Beisein von zahlreichen Gästen mit einem Grußwort.

Die Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung zeigt, ausgehend vom damals geltenden Kriegs- und Völkerrecht, die Beteiligung der Wehrmacht an den im Osten und in Südosteuropa verübten Verbrechen während des zweiten Weltkrieges. Sie dokumentiert auf rund 1.000 Quadratmetern Fläche verschiedene Dimensionen des Vernichtungskrieges.

Dabei wird auf zahlreichen Stellwänden und insgesamt 24 Hörvitrinen die Beteiligung und Verantwortung der Wehrmacht am Vernichtungskrieg verdeutlicht. Weitere Informationen zum Inhalt sind im Internet unter der Homepage www.verbrechen-der-wehrmacht.de veröffentlicht.

Die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" war bisher in zahlreichen deutschen Städten zu sehen. In Peenemünde ist sie für die Besucher vom 25. Juli bis 7. September dieses Jahres täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Schau sollte ursprünglich im Dokumentationszentrum der Stiftung NEUE KULTUR in Prora gezeigt werden. Dessen Chef, Hans-Jürgen Rostock, hatte den Standort ins Spiel gebracht und um Unterstützung seitens des Landkreises gebeten. Eine wochenlange Debatte um das Für und Wider folgte, die Hamburger zogen mit der Ausstellung nach Usedom.


Tiroler engagiert sich für Sassnitz

Stammgast Johann Obermoser erhielt Antwort von EU - Kommissar Fischler

Von Wolfgang Urban

Tirol / Rügen.
In einem Schreiben an den Rüganer teilt Johann Obermoser aus Tirol mit: "Ihren Beitrag in Der Rüganer - Ausgabe vom 28. Mai 2003 ,Besorgte Kutter- und Küstenfischer' nahm ich zum Anlass einerseits in Ihrem begehrten Medium einen Leserbrief zu schreiben und andererseits meinem Tiroler Landsmann EU Agrarkommissar Dr. Franz Fischler zu kontaktieren.

Insbesondere der Einsatz des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Umwelt der Stadt Sassnitz unter Vorsitz von Jörg Lenz (CDU) und die erdrückende Situation für die kleinen Sassnitzer Berufsfischer führten mich als Stammgast im Hotel ,Zum Hafen' der Familie Lemke direkt an die Adresse des einflussreichen Mitglieds der Europäischen Kommission in Brüssel. Nun antwortete Dr. Franz Fischler auf mein Schreiben."

In dem von Johann Obermoser an den Rüganer übermittelten Schreiben teilt EU - Kommissar Fischler u.a. mit: "...vielen Dank für Ihr Schreiben zum Dorschfangverbot mit Schleppnetzen, Snurrewaden und ähnlichen Netzen in der Ostsee vom 15. April bis 31. Mai. Sie sind besorgt, dass diese Maßnahme dem Fangsektor und der Fischverarbeitung in Sassnitz und auf Rügen schaden könnte.

Lassen Sie mich Ihnen zunächst versichern, dass es Ziel der gerade überarbeiteten Gemeinsamen Fischereipolitik ist, die Nutzung der lebenden aquatischen Ressourcen unter nachhaltigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen ... sicherzustellen." Fischler verteidigt dann den Beschluss der EU - Kommission zum genannten Verbot des Dorschfangs.

Abschließend stellt er zu einem weiteren heißen Fischereithema fest: "Zur industriellen Heringsfischerei nimmt die Kommission die Haltung ein, dass Eingriffe in die Marktmechanismen des Sektors nur gerechtfertigt sind, wenn nachgewiesen werden kann, dass diese Art von Fischerei weitaus negativere Folgen für die Bestände hat als der Konsumfischfang.

Es sollte hierbei nicht übersehen werden, dass ein Großteil der zu Fischmehl verarbeiteten Heringe aus der nördlichen Ostsee aufgrund der äußerst geringen Größe der Fische nicht für den menschlichen Konsum geeignet ist. Die Kommission arbeitet derzeit an einem Bericht über die Industriefischerei und wird diesen dem Rat und dem Europäischen Parlament noch vor Jahresende vorlegen." Nachfolgend eine erste Reaktion von Jörg Lenz aus Sassnitz.


Dank an Johann Obermoser

Von Jörg Lenz, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Stadt Sassnitz

Sassnitz. Die Stadtvertretung der Stadt Sassnitz hat sich aus Sorge um den Fortbestand der hiesigen Kutter- und Küstenfischer mit dem zusätzlichen Fangverbot für die Schleppnetzfischerei auf Dorsch und Plattfisch vom 15. April bis 31. Mai auseinandergesetzt und eine Protestnote verabschiedet und diese an die jeweiligen Institutionen gesandt. Ich freue mich, dass unsere Fischer sogar Unterstützung von einem Gast aus Tirol bekommen.

Herr Obermoser hat sich an den zuständigen EU- Kommissar, Herrn Franz Fischler, gewandt. Das Antwortschreiben hat mir Herr Obermoser zur Verfügung gestellt. Hier möchte ich erst einmal Herrn Obermoser für sein Engagement danken.

Eins kann ich schon sagen, mit allen Antwortschreiben, die zur Zeit vorliegen, werden wir uns als Stadtvertreter der Stadt Sassnitz nicht zufrieden geben. Diese Thematik wird auch Gegenstand der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Umwelt am 5. August 2003 sein. Hier werden wir über weitere Maßnahmen beraten.

Bevor ich mich mit dem Schreiben des EU- Kommissars, Herrn Franz Fischler, auseinandersetze, möchte ich eines deutlich machen: Für Maßnahmen zum Schutz des Fischereibestandes in der Ostsee müssen wir uns alle einsetzen. Doch diese Maßnahmen müssen auch in Abstimmung mit dem Berufsstand erfolgen. Sofortmaßnahmen, wie dieses zusätzliche Fangverbot, wenn sie Erfolg haben sollen, können nicht nur für EU- Mitgliedstaaten gelten, sondern müssen dann auf alle Ostsee - Anrainerstaaten ausgedehnt werden.

Bei solchen kurzfristigen Maßnahmen muss man folgendes berücksichtigen:

1. Die Fangquoten sind von allen EU - Mitgliedstaaten und somit auch von der EU - Fischereikommission genehmigt und sind damit Grundlage der Jahresplanung.

2. Die vorgelegten Jahresfangpläne, die aufgeschlüsselt für jedes einzelne Schiff eingereicht werden müssen, wurden von der EU und den Mitgliedstaaten bestätigt zurückgereicht.

3. Entsprechend den Fangplänen hat der Fischer seinen Fangeinsatz zu planen und einzuhalten und ist rechenschaftspflichtig. Desweiteren richtet sich danach auch die Anschaffung und Reservehaltung seines Fanggeschirrs.

Unter den genannten Aspekten betrachtet, stellt ein Fangverbot ein Berufsverbot für die Fischer dar und erfordert einen finanziellen Ausgleich.

In der Frage der industriellen Heringsfischerei nimmt die EU- Kommission die Haltung ein, dass Eingriffe in die Marktmechanismen des Sektors nur gerechtfertigt sind, wenn nachgewiesen werden kann, dass diese Art von Fischerei weitaus negativere Folgen für die Bestände hat als der Konsumfischfang.

Man spricht davon, dass ein Großteil der zu Fischmehl verarbeiteten Heringe aus der nördlichen Ostsee aufgrund der geringen Größe der Fische nicht für den menschlichen Konsum geeignet ist. Hier wird der Anschein erweckt, dass aus welchen Gründen auch immer, gegen die Lobby der Industriefischerei nicht ernsthaft vorgegangen wird.

Eines muss man auch hier deutlich sagen: Die Industriefischerei in der Ostsee wurde von der EU gestattet, weil die Herings- und Sprottbestände sich in exzellenter Verfassung befinden.
Wenn jetzt der Heringsbestand so schlecht sein soll, dann kann es nur heißen "Stopp" der Industriefischerei.


Verkehrssicherheit

Gemeinde beschließt bauliche Maßnahmen

Middelhagen (gü). Die Gemeindevertretung hat auf ihrer letzten Sitzung Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Ortsgebiet beschlossen. Ausgangspunkt war eine entsprechende Begehung mit Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises im April (Der Rüganer berichtete).

So soll nunmehr der Verlauf der Hochbordanlage der OD im Bereich Keramikwerkstatt begradigt werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch die optische und bauliche Einengung die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren. An dieser Stelle der OD ist die Sicht durch den Knick der Straße erheblich beeinträchtigt. Forderungen der Gemeinde, die Geschwindigkeit dort auf 30 km / h zu reduzieren, lehnt die Verkehrsbehörde ab.

Weiterhin wurde der Bau einer Hochbordanlage linksseitig in Richtung Ortsausgang Göhrener Kreuzung (rund 50 Meter) beschlossen. Damit wird auch der wilde Parkplatz dort verschwinden. Mit dieser Maßnahme soll erreicht werden, dass den Fahrzeugführern ein Beginn der Ortslage optisch besser vermittelt wird, um somit die Einfahrgeschwindigkeit zun reduzieren, hieß es während der Sitzung zur Begründung.

Am Ortsausgang in Richtung Lobbe wird auf der linken Seite vor dem dortigen Grundstück ein neuer Gehweg mit einer Länge von 85 Metern angelegt. Diese Maßnahme sieht die Gemeindevertretung als hohen Beitrag für die allgemeine Verkehrssicherheit in diesem Bereich an. Der Fußgängerverkehr wird sicher in Richtung Deich geführt und auf dem kürzesten Weg über die Landesstraße gelenkt werden können.

Die beiden ersten Maßnahmen kosten rund 4.700 Euro und werden in diesem Jahr umgesetzt. Für den Gehweg sind rund 9.500 Euro veranschlagt worden, dieses Geld muss allerdings in den neuen Haushalt 2004 eingestellt werden, wodurch die Maßnahme auch erst im nächsten Jahr realisiert werden kann, wie es dazu hieß.

Ebenfalls beschlossen wurde die Errichtung einer Fußgängerbarriere für den auslaufenden Gehweg, der vom Gutshof kommend auf die Landesstraße mündet.


Saison im Land M-V

22 Millionen Übernachtungen 2003 prognostiziert

Schwerin / Rügen (DR). In den Hotels und Pensionen Mecklenburg-Vorpommerns wurden von Januar bis Mai mehr als sechs Millionen Übernachtungen gezählt, das sind 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. "Mecklenburg-Vorpommern ist bestens in das Jahr gestartet", sagte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (SPD) dieser Tage in Schwerin. "Mecklenburg-Vorpommer etabliert sich als das Ferienland mit den höchsten Zuwächsen - auch außerhalb der Sommermonate."

Im Mai reisten 555.744 Gäste (2,186 Mio. Übernachtungen) an und erholten sich zwischen Ahlbeck und Zarrentin. Deutliche Zuwächse verzeichneten im Nordosten die Hotels und Pensionen mit mehr als neun Betten im Landkreis Güstrow (plus 46,9 Prozent) und in der Hansestadt Stralsund (plus 20,0 Prozent).

Der Tourismus hat in Mecklenburg-Vorpommern eine hervorragende wirtschaftliche Bedeutung, jeder sechste Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt mit dem Fremdenverkehr zusammen. Mehr als 100.000 Arbeitsplätze bieten die touristischen Dienstleistungen, der Anteil der Tourismuswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt des Landes liegt über zehn Prozent.

Bis zum Sommer nächsten Jahres wird die neue Landestourismuskonzeption für Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. "Unser Ziel ist es, Mecklenburg-Vorpommern bis 2010 zur Urlaubsmarke Nr. 1 in Deutschland zu entwickeln", sagt Ebnet. Mit der Landestourismuskonzeption soll die weitere Entwicklung, die Förderpolitik und die Schwerpunktsetzung für die Positionierung Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt werden. "Die Bedeutung des Tourismus wird für die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns noch zunehmen", so Ebnet.

"MV tut gut", diese Erkenntnis gilt nicht nur für die hervorragenden Angebote im Bereich Gesundheits- und Wellnesstourismus. Für das laufende Jahr wird im Nordosten mit mehr als 22 Millionen Übernachtungen gerechnet.

Auch auf der Insel Rügen sind die Quartiere nach einem verhaltenen Saisonstart endlich ausgebucht. Abgerechnet wird aber erst zum Schluss.



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