| 11. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 | 31. Oktober - 6. November | unabhängig - überparteilich |
|
||||
![]() |
![]() |
| Gesine Skrzepski und Udo Timm wurden in der vergangenen Woche für ein
CDU - Direktmandat zur Landtagswahl 2002 nominiert. Timm konnte sich dabei
gegen seine Mitbewerber Oliver Gurk und Herbert Dobelstein durchsetzen.
Fotos: Privat |
|
Bergen auf Rügen (DR).
Wie aus einer Pressemitteilung des CDU -
Kreisvorstandes hervorgeht haben die Mitglieder der Insel - CDU am
vergangenen Mittwoch ihre beiden Kandidaten für die Landtagswahl im
September des nächsten Jahres nominiert.
Einstimmig fiel das Votum der CDU - Mitglieder für die Bewerberin des
Wahlkreises 34 aus. Gesine Skrzpeski, die seit zwei Legislaturperioden
bereits die Insel im Schweriner Landtag vertritt, wurde von allen 43
anwesenden Mitgliedern als Kandidatin nominiert.
Etwas anders als im Wahlkreis 34 sah das Bild in Bergen aus. Während
in Binz nur eine Kandidatin zur Wahl stand, gab es im Wahlkreis 33 gleich
drei Bewerber um ein Direktmandat. Neben Herbert Dobelstein, der bereits
für die CDU zur Wahl des Landrates ins Rennen gegangen war, stellten
sich auch Oliver Gurk und Udo Timm den 47 anwesenden Mitgliedern zur Wahl.
Herbert Dobelstein begründete seine Bewerbung um das Direktmandat vor
allem damit, dass er während des Landtratswahlkampfes auf viele
Probleme aufmerksam gemacht wurde, deren Lösung nur von Schwerin aus
vollzogen werden könne.
Oliver Gurk, der bereits im Landtagswahlkampf 1998 als Einzelkandidat
antrat und damals ein beachtliches Ergebnis von fast zehn Prozent einfuhr,
sah es als oberstes Ziel an gegen die wirtschaftliche Blockade - Politik
von Rot - Rot anzukämpfen. Udo Timm, seines Zeichens Vorsitzender der
CDU - Kreistagsfraktion, gab vor allem zu verstehen, dass er seine
mehrjährige politische Erfahrung auf landespolitischer Ebene zum Wohle
der Insel einbringen möchte.
Nach mehreren Wahlgängen wurde gemäß Satzung Udo Timm als
Bewerber für ein Direktmandat im Landtag Mecklenburg-Vorpommern durch
die CDU-Mitglieder des Wahlkreises 33 nomoniert.
Gesine Skrzepski und Udo Timm sind populäre CDU-Politiker unserer
Insel, die ihre jahrelangen Erfahrungen nun im Kampf um ein Direktmandat
einbringen werden.
"Wir werden beide Kandidaten rechtzeitig für die Wahl im
September vorbereiten. Die so frühzeitig stattgefundenen
Nominierungsveranstaltungen versetzen uns jetzt in die Lage, gemeinsam mit
beiden Kandidaten Anfang Dezember 2001 bereits eine Klausurtagung
durchzuführen, in der es vor allem um strategische Fragen sowie um das
Wahlprogramm geht", betonte die neue CDU - Kreisvorsitzende Andrea
Köster.
|
![]() |
Andreas Meister, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz
GmbH, würdigte während einer Feierstunde am letzten Freitag 15
Jahre Fährlinie Mukran - Klaipeda. Foto : Günther |
Von Robby Günther
Neu-Mukran.
"Das ist ein guter Tag für die Mitarbeiter des
Fährhafens", kommentierte FHS-Geschäftsführer Andreas
Meister das 15-jährige Jubiläum des Fährverkehrs zwischen
der Insel Rügen und Klaipeda in Russland. Rund 100 Gäste hatten
sich am zurückliegenden Freitag im Terminal des Fährhafens
versammelt, um der Feierstunde anlässlich der bestehenden
Fährverbindung beizuwohnen.
So unterstrich Meister in seinen Begrüßungsworten auch, dass der
Standort weiter entwickelt werden soll. Damit spielte der
Geschäftsführer auf die laufenden Arbeiten am Hochbau des
Fischbearbeitungswerkes auf der Hafenerweiterungsfläche und auch auf
die geplante Ansiedlung eines Holzverarbeiters auf der anderen Seite des
Fährhafens Sassnitz an. "Industriegebiet, Bahnhof und umliegende
Flächen wollen wir zu einem leistungsfähigen Industriestandort
auf Rügen ausbauen", so Meister.
Landrätin Dr. Karin Timmel (BfR) überbrachte die
Glückwünsche des Landkreises, auch im Namen der ebenfalls
anwesenden Kreistagspräsidentin Gesine Skrzepski (CDU). Timmel sagte
bei einem ihrer letzten Auftritte in dieser Funktion, dass 1992 ein
"schweres Erbe" übernommen wurde. "Die Insel Rügen
hat sich aber mit Vehemenz für den Fährhafen eingesetzt",
blickte sie in der Chronik der Ereignisse nach der Wende in der damaligen
DDR zurück.
Gleichzeitig wünschte sie Geschäftsführer Meister, dass er
seinen Optimismus behalten solle, um den Standort weiter als
Industriefläche zu etablieren. Abschließend räumte die
scheidende Landrätin ein, dass Meister es immer verstanden habe,
seinen "berechtigten Anteil an Kritik" vorzutragen, wenn es um
die Anbindung des Fährhafens ging.
H. Hinz, ehemaliger Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium,
erinnerte daran, dass sich der Bund "von Anfang an mit dem
Fährhafen identifiziert hat. Wir haben ihn lotsenfrei gehalten, was
einem erheblichen Vorteil gegenüber anderen Häfen
gleichkommt", so Hinz. Zur Anbindung sagte er schließlich :
"Die Dinge sind im grünen Bereich und auf Kurs" und meinte
damit den Baufortschritt der A20 sowie des Rügenzubringers sowie die
vorgesehene zweite Rügenquerung.
Einem Zeitzeuge gleich hielt Rudi Dobbert seine Rede zum Abschluss des
offiziellen Teils der Feierstunde. Dobbert, früher Bauleiter beim Bau
des Fährhafens in der DDR, beschrieb in seinen Worten den Beginn des
Projektes und sein bisheriges Dasein. Immerhin wurden damals 1,8 Milliarden
DDR-Mark Baukosten veranschlagt, als die Arbeiten zu Ende waren, wurden
300.000 DDR-Mark weniger benötigt.
Die offizielle Eröffnung des Fährhafens erfolgte am 2. Oktober
1986. Die DDR und die UdSSR hatten sich bereits 1982 darüber
verständigt, auf einem neuen Weg mehr Güter und Waren zu
transportieren und auszutauschen. Die unsichere Lage im damaligen Polen war
ebenfalls ausschlaggebend, dass der Fährhafen gebaut wurde. Denn
schließlich rollten 70 Prozent der ausgetauschten Handelsgüter
zwischen der DDR und der UdSSR durch das im politischen Umbruch befindliche
Land.
Die Eisenbahngüterfähre "Mukran" begründete die
Fährlinie mit ihrem damaligen Auslaufen in Richtung Klaipeda. Mit 277
Seemeilen ist das die kürzeste Verbindung zwischen den beiden
Ländern.
Nach der Wende in der DDR mussten die Zuständigkeiten geklärt
werden. Ein eigens gegründeter Arbeitskreis befasst sich mit der Frage
"Was machen wir mit dem Hafen ?"
Schließlich war man sich schnell einig, ihn nicht nur zu erhalten,
sondern auch perspektivisch auszubauen. Im Jahre 1993 wurde er von der
Treuhand auf die Stadt Sassnitz und das Land Mecklenburg-Vorpommern
übertragen.
Ein Jahr später erfolgte die Gründung der Gesellschaft und 1995
der Beschluss des Landtages, ihn auszubauen. Für immerhin 158
Millionen Mark netto. Nach den umfangreichen Ausbaumaßnahmen wurde
der Fährverkehr von Sassnitz nach Neu-Mukran verlegt, der jetzige
Fährhafen Sassnitz konnte am 7. Januar 1998 eröffnet werden.
Heute schreibt dieser schwarze Zahlen, so Andreas Meister.
|
![]() |
Das ist der Titel der neuen Rad-und Wanderkarte, mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen. |
Blieschow (gü).
Die offizielle Rad- und Wanderkarte im Maßstab 1
: 50.000 mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen ist dieser Tage
erschienen. Dr. Michael Weigelt, Leiter des NPA, stellte das kartografische
Werke gemeinsam mit dem Ehepaar Maiwald vor, das für die Erarbeitung
und den Druck verantwortlich zeichnet.
Das besondere an der neuen Rad- und Wanderkarte sind einerseits die
Herstellung auf digitaler Basis ohne Maßstabsfestlegungen im Computer
sowie andererseits eine Fülle von Informationen über
Sehenswürdigkeiten, Attraktionen, umfassenden Rad- und Wanderwegen
(seien sie auch noch so unbekannt) sowie die im Zwei-Jahres-Abstand
vorgesehene Aktualisierung.
Zwei Eigentümer stehen dafür in Verantwortung, dass das
vorliegende Produkt zu Recht mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen
und der Bezeichnung "offiziell" versehen wird. In enger
Zusammenarbeit haben eben NPA und Detlef Maiwald Informationen recherchiert
und eingetragen. Durch das maßstabslose Arbeiten am Computer
können in den kommenden Monaten die Aktualisierungen problemlos
ergänzt werden.
Dabei ist ein Pool gebildet worden, in den allen interessierten
Einrichtungen ihre Informationen geben können, so Dr. Weigelt zum
Anspruch der Karte. Gemeindevertretungen, Ämter, der Landkreis,
Behörden, Kurverwaltungen und andere können mit der Karte
arbeiten, müssen sich aber im Gegenzug an der Aktualisierung
beteiligen.
"Nur so schaffen wir es, endlich einmal eine Karte für ganz
Rügen mit hundertprozentigen Informationen zu haben",
umreißt der Leiter des NPA die Zukunft der Karte, die 2004 neu
aufgelegt werden soll. Entsprechende Verfahrensweisen sollen in den
kommenden Wochen mit interessierten Partnern geklärt werden.
"Die Natur hat uns befähigt, zum Horizont zu sehen. Solch eine
Karte ist ein künstlicher Horizont, ein Medium, mit dem wir auch
hinter dem Horizont liegende Dinge sehen können. Wir wollen die Natur
nicht nur bewahren, sondern auch kennen und mit ihr umgehen, deshalb sind
zahlreiche Informationen aus der Karte ablesbar", so Detlef Maiwald,
der bei der Vorstellung der neuen Rad- und Wanderkarte die gute
Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt Rügen lobte.
|
Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel". © DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages! |
![]() |
Informationen zur Insel Rügen auch über www.ruegen.com | © wild-east®marketing | |