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CDU - Rügen nominiert Landtagskandidaten

Gesine Skrzepski und Udo Timm werden im September 2002
um ein Direktmandat kämpfen

Gesine Skrzepski und Udo Timm wurden in der vergangenen Woche für ein CDU - Direktmandat zur Landtagswahl 2002 nominiert. Timm konnte sich dabei gegen seine Mitbewerber Oliver Gurk und Herbert Dobelstein durchsetzen.

Fotos: Privat

Bergen auf Rügen (DR). Wie aus einer Pressemitteilung des CDU - Kreisvorstandes hervorgeht haben die Mitglieder der Insel - CDU am vergangenen Mittwoch ihre beiden Kandidaten für die Landtagswahl im September des nächsten Jahres nominiert.

Einstimmig fiel das Votum der CDU - Mitglieder für die Bewerberin des Wahlkreises 34 aus. Gesine Skrzpeski, die seit zwei Legislaturperioden bereits die Insel im Schweriner Landtag vertritt, wurde von allen 43 anwesenden Mitgliedern als Kandidatin nominiert.

Etwas anders als im Wahlkreis 34 sah das Bild in Bergen aus. Während in Binz nur eine Kandidatin zur Wahl stand, gab es im Wahlkreis 33 gleich drei Bewerber um ein Direktmandat. Neben Herbert Dobelstein, der bereits für die CDU zur Wahl des Landrates ins Rennen gegangen war, stellten sich auch Oliver Gurk und Udo Timm den 47 anwesenden Mitgliedern zur Wahl.

Herbert Dobelstein begründete seine Bewerbung um das Direktmandat vor allem damit, dass er während des Landtratswahlkampfes auf viele Probleme aufmerksam gemacht wurde, deren Lösung nur von Schwerin aus vollzogen werden könne.

Oliver Gurk, der bereits im Landtagswahlkampf 1998 als Einzelkandidat antrat und damals ein beachtliches Ergebnis von fast zehn Prozent einfuhr, sah es als oberstes Ziel an gegen die wirtschaftliche Blockade - Politik von Rot - Rot anzukämpfen. Udo Timm, seines Zeichens Vorsitzender der CDU - Kreistagsfraktion, gab vor allem zu verstehen, dass er seine mehrjährige politische Erfahrung auf landespolitischer Ebene zum Wohle der Insel einbringen möchte.

Nach mehreren Wahlgängen wurde gemäß Satzung Udo Timm als Bewerber für ein Direktmandat im Landtag Mecklenburg-Vorpommern durch die CDU-Mitglieder des Wahlkreises 33 nomoniert.
Gesine Skrzepski und Udo Timm sind populäre CDU-Politiker unserer Insel, die ihre jahrelangen Erfahrungen nun im Kampf um ein Direktmandat einbringen werden.

"Wir werden beide Kandidaten rechtzeitig für die Wahl im September vorbereiten. Die so frühzeitig stattgefundenen Nominierungsveranstaltungen versetzen uns jetzt in die Lage, gemeinsam mit beiden Kandidaten Anfang Dezember 2001 bereits eine Klausurtagung durchzuführen, in der es vor allem um strategische Fragen sowie um das Wahlprogramm geht", betonte die neue CDU - Kreisvorsitzende Andrea Köster.


15 Jahre Fährverkehr gefeiert

Passage zwischen Mukran und Klaipeda (Russland)
resultierte aus damaliger Polenkrise

Andreas Meister, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH, würdigte während einer Feierstunde am letzten Freitag 15 Jahre Fährlinie Mukran - Klaipeda.

Foto : Günther

Von Robby Günther

Neu-Mukran.
"Das ist ein guter Tag für die Mitarbeiter des Fährhafens", kommentierte FHS-Geschäftsführer Andreas Meister das 15-jährige Jubiläum des Fährverkehrs zwischen der Insel Rügen und Klaipeda in Russland. Rund 100 Gäste hatten sich am zurückliegenden Freitag im Terminal des Fährhafens versammelt, um der Feierstunde anlässlich der bestehenden Fährverbindung beizuwohnen.

So unterstrich Meister in seinen Begrüßungsworten auch, dass der Standort weiter entwickelt werden soll. Damit spielte der Geschäftsführer auf die laufenden Arbeiten am Hochbau des Fischbearbeitungswerkes auf der Hafenerweiterungsfläche und auch auf die geplante Ansiedlung eines Holzverarbeiters auf der anderen Seite des Fährhafens Sassnitz an. "Industriegebiet, Bahnhof und umliegende Flächen wollen wir zu einem leistungsfähigen Industriestandort auf Rügen ausbauen", so Meister.

Landrätin Dr. Karin Timmel (BfR) überbrachte die Glückwünsche des Landkreises, auch im Namen der ebenfalls anwesenden Kreistagspräsidentin Gesine Skrzepski (CDU). Timmel sagte bei einem ihrer letzten Auftritte in dieser Funktion, dass 1992 ein "schweres Erbe" übernommen wurde. "Die Insel Rügen hat sich aber mit Vehemenz für den Fährhafen eingesetzt", blickte sie in der Chronik der Ereignisse nach der Wende in der damaligen DDR zurück.

Gleichzeitig wünschte sie Geschäftsführer Meister, dass er seinen Optimismus behalten solle, um den Standort weiter als Industriefläche zu etablieren. Abschließend räumte die scheidende Landrätin ein, dass Meister es immer verstanden habe, seinen "berechtigten Anteil an Kritik" vorzutragen, wenn es um die Anbindung des Fährhafens ging.

H. Hinz, ehemaliger Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, erinnerte daran, dass sich der Bund "von Anfang an mit dem Fährhafen identifiziert hat. Wir haben ihn lotsenfrei gehalten, was einem erheblichen Vorteil gegenüber anderen Häfen gleichkommt", so Hinz. Zur Anbindung sagte er schließlich : "Die Dinge sind im grünen Bereich und auf Kurs" und meinte damit den Baufortschritt der A20 sowie des Rügenzubringers sowie die vorgesehene zweite Rügenquerung.

Einem Zeitzeuge gleich hielt Rudi Dobbert seine Rede zum Abschluss des offiziellen Teils der Feierstunde. Dobbert, früher Bauleiter beim Bau des Fährhafens in der DDR, beschrieb in seinen Worten den Beginn des Projektes und sein bisheriges Dasein. Immerhin wurden damals 1,8 Milliarden DDR-Mark Baukosten veranschlagt, als die Arbeiten zu Ende waren, wurden 300.000 DDR-Mark weniger benötigt.

Die offizielle Eröffnung des Fährhafens erfolgte am 2. Oktober 1986. Die DDR und die UdSSR hatten sich bereits 1982 darüber verständigt, auf einem neuen Weg mehr Güter und Waren zu transportieren und auszutauschen. Die unsichere Lage im damaligen Polen war ebenfalls ausschlaggebend, dass der Fährhafen gebaut wurde. Denn schließlich rollten 70 Prozent der ausgetauschten Handelsgüter zwischen der DDR und der UdSSR durch das im politischen Umbruch befindliche Land.

Die Eisenbahngüterfähre "Mukran" begründete die Fährlinie mit ihrem damaligen Auslaufen in Richtung Klaipeda. Mit 277 Seemeilen ist das die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Ländern.

Nach der Wende in der DDR mussten die Zuständigkeiten geklärt werden. Ein eigens gegründeter Arbeitskreis befasst sich mit der Frage "Was machen wir mit dem Hafen ?"
Schließlich war man sich schnell einig, ihn nicht nur zu erhalten, sondern auch perspektivisch auszubauen. Im Jahre 1993 wurde er von der Treuhand auf die Stadt Sassnitz und das Land Mecklenburg-Vorpommern übertragen.

Ein Jahr später erfolgte die Gründung der Gesellschaft und 1995 der Beschluss des Landtages, ihn auszubauen. Für immerhin 158 Millionen Mark netto. Nach den umfangreichen Ausbaumaßnahmen wurde der Fährverkehr von Sassnitz nach Neu-Mukran verlegt, der jetzige Fährhafen Sassnitz konnte am 7. Januar 1998 eröffnet werden. Heute schreibt dieser schwarze Zahlen, so Andreas Meister.


Neue Rad- und Wanderkarte

Nationalparkamt Rügen stellt offizielle Karte
mit zahlreichen Infos vor

Das ist der Titel der neuen Rad-und Wanderkarte, mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen.

Blieschow (gü). Die offizielle Rad- und Wanderkarte im Maßstab 1 : 50.000 mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen ist dieser Tage erschienen. Dr. Michael Weigelt, Leiter des NPA, stellte das kartografische Werke gemeinsam mit dem Ehepaar Maiwald vor, das für die Erarbeitung und den Druck verantwortlich zeichnet.

Das besondere an der neuen Rad- und Wanderkarte sind einerseits die Herstellung auf digitaler Basis ohne Maßstabsfestlegungen im Computer sowie andererseits eine Fülle von Informationen über Sehenswürdigkeiten, Attraktionen, umfassenden Rad- und Wanderwegen (seien sie auch noch so unbekannt) sowie die im Zwei-Jahres-Abstand vorgesehene Aktualisierung.

Zwei Eigentümer stehen dafür in Verantwortung, dass das vorliegende Produkt zu Recht mit dem Logo des Nationalparkamtes Rügen und der Bezeichnung "offiziell" versehen wird. In enger Zusammenarbeit haben eben NPA und Detlef Maiwald Informationen recherchiert und eingetragen. Durch das maßstabslose Arbeiten am Computer können in den kommenden Monaten die Aktualisierungen problemlos ergänzt werden.

Dabei ist ein Pool gebildet worden, in den allen interessierten Einrichtungen ihre Informationen geben können, so Dr. Weigelt zum Anspruch der Karte. Gemeindevertretungen, Ämter, der Landkreis, Behörden, Kurverwaltungen und andere können mit der Karte arbeiten, müssen sich aber im Gegenzug an der Aktualisierung beteiligen.

"Nur so schaffen wir es, endlich einmal eine Karte für ganz Rügen mit hundertprozentigen Informationen zu haben", umreißt der Leiter des NPA die Zukunft der Karte, die 2004 neu aufgelegt werden soll. Entsprechende Verfahrensweisen sollen in den kommenden Wochen mit interessierten Partnern geklärt werden.

"Die Natur hat uns befähigt, zum Horizont zu sehen. Solch eine Karte ist ein künstlicher Horizont, ein Medium, mit dem wir auch hinter dem Horizont liegende Dinge sehen können. Wir wollen die Natur nicht nur bewahren, sondern auch kennen und mit ihr umgehen, deshalb sind zahlreiche Informationen aus der Karte ablesbar", so Detlef Maiwald, der bei der Vorstellung der neuen Rad- und Wanderkarte die gute Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt Rügen lobte.



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