D I E   Z E I T U N G   F Ü R   D I E   I N S E L

13. JG, Tel. 0 38 38 / 80 99-0 31. Dezember 2002 - 5. Januar 2003 unabhängig - überparteilich

Restauration Schmachter See 2003

Gemeinde Binz tritt als Zuwendungsempfänger
von EU-Fördermittel auf

Der Landschaftspflegeverband Ostrügen e. V. wird im neuen Jahr die Restauration des Schmachter Sees angehen.

Foto : Archiv

Ostseebad Binz (gü). Der Schmachter See ist nach Ansicht des Landschaftspflegverbandes Ostrügen e. V. (LPV) ein erhaltungswürdiger Binnensee. Aus diesem Grund soll die Restauration des Gewässers zwischen Binz und Zirkow in diesem Jahr erfolgen. Und das mit großzügiger Unterstützung der Europäischen Union (EU) aus dem Programm "Restauration erhaltungswürdiger Binnenseen". Da aber der LPV nicht Empfänger der Fördergelder sein kann, fasste die Gemeindevertretung des Ortes während ihrer letzten Sitzung im Dezember den Beschluss, als Zuwendungsempfänger zu fungieren.

Das Vorhaben soll 3.857.000 Euro kosten. Davon würde die EU eine Förderung von 2,7 Millionen Euro (70 Prozent) übernehmen, auch das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Stralsund (StAUN) beteiligt sich mit 435.000 Euro an der Restauration. Der LPV würde demnach noch eine Restsumme von 722.000 Euro zu schultern haben, ist der Beschlussfassung zu entnehmen.

Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos) betonte während der Diskussion in der Gemeindevertretung, dass die Kommune als Zuwendungsempfänger einen Vertrag über die zu realisierenden Leistungen mit dem LPV schließen muss. Dieser hatte in einer vorangegangenen Sitzung dem Verfahren zugestimmt, wie es seitens des Bürgermeisters weiter hieß.

Der Schmachter See gehört dem Land Mecklenburg-Vorpommern, weder dem Ostseebad Binz noch der Gemeinde Zirkow, wie am Rande der Abstimmung zu den Besitzverhältnissen ausgeführt wurde. Er ist in den letzten Jahrzehnten durch eine Übernutzung trophisch (gewebsernährend) instabil und unterliegt einer rasanten Seenalterung / Verlandung, hatte der LPV im Laufe der Zeit festgestellt.


Fischfresser als Sympathieträger

ZDF zeigt die zweite Staffel der Familienserie "Hallo Robbie"

Starkes Team auf Rügen : Seelöwe Chicco alias Robbie und Karsten Speck als Dr. Jens Lennart in "Hallo Robbie".

Foto : Archiv

Rügen (gü). Und wieder ist er unterwegs, Robbie, der wohl berühmteste Seelöwe Deutschlands ! Über vier Millionen Zuschauer sahen am zweiten Weihnachtsfeiertag den Auftakt zur zweiten Staffel der Familienserie im ZDF.

Wie auch in der ersten Staffel sind Landschaften der Insel beeindruckend in filmische Szene gesetzt worden, hatte sich Robbie mit einer Bankräuberin auseinander zu setzen. Der zweite Streich folgte sogleich am 28. Dezember, dieses Mal mit der Jagd nach einem Schatz. "Hallo Robbie" wird immer sonnabends ab 19.25 Uhr bis 22. Februar gezeigt.


"Boddenbarsch" heizte richtig ein

Hunderte Zuschauer sahen das Programm "Heiße Winternächte"

Beklatscht und umjubelt wurden die Künstler nach jeder Vorstellung zum Finale der "Heißen Winternächte".

Foto : ostSeh

Ostseebad Binz (DR). Nach dem Eröffnungsprogramm "Rügener Sommernachtsträume", das mit Spitzenartisten aus aller Welt einem Paukenschlag gleich Furore auf unserer Insel und auch weit darüber hinaus machte, war eine Steigerung im Varieté "Boddenbarsch" schwer vorstellbar. Mit der aktuellen Produktion zum Jahreswechsel hatten die Macher das auch nicht vor.

Hunderte Gäste sahen die "Heißen Winternächte" : 130 Minuten voller Dynamik der Worte und Bewegung, nur selten unterbrochen von Momenten, in denen man bei anmutiger und eleganter Akrobatik etwas entspannen konnte. Der renommierte Varieté-Regisseur Udo Püschel setzte damit den gewollten Kontrapunkt innerhalb dieser Show und auch im Vergleich zum vorhergehenden Programm.

Sehr dynamisch kam z. B. Daniel Hochsteiner daher. Was der junge Tempojongleur mit Bällen, Keulen und Tennisschlägern zeigt, ist schlichtweg atemberaubend. Ebenfalls sehr schwungvoll die Hula-Hoop-Nummer von Rimma Krilowa. Die Künstlerin aus St. Petersburg, die als "Herrin der Ringe" angekündigt wurde, lässt zu heißen Sambarhythmen bis zu 20 (!) Reifen um ihren grazilen Körper tanzen. Auch der junge Maxim trug mit seiner gekonnten Rola-Rola-Darbietung mit erstaunlichen Balancen auf bis zu fünf Rollen zum Tempo der Show bei.

Wenn der junge und gut gebaute Russland-Deutsche dann ein weiteres Mal gemeinsam mit seinem Vater Valentin als "Duo Krims" auftrat, so war dies bereits eine der ruhigeren Nummern des Programms. Die Partner-Akrobatik der beiden ist voller Ästhetik und kraftvoller Eleganz. Als Einhörner erschienen die beiden ukrainischen Artistinnen Oksana und Nargiza vom "Duo Lotos".

Ihre Kombination aus Duo-Akrobatik und Kontorsion wirkte im wahrsten Sinne des Wortes "fabelhaft". Ebenso wie Olena, die als Feuervogel im schwebenden Ring mit scheinbar müheloser Leichtigkeit ihren Körper biegt. Eine sinnliche und elegante Darbietung. Ein Energiebündel mit unbändigem Mundwerk dagegen ist Moderator Thomas Otto.

Der junge Schnellsprecher glänzte nicht nur mit Wortwitz, sondern verblüffte das Publikum mit undurchschaubaren Zaubertricks. Unterstützt wurde er dabei vom unglaublich komischen Herrn Riesling, der als schräger Varieté-Hausmeister mit ausgeprägtem Hang zu Keksen mal etwas vertrottelt daherkommt, andererseits aber auch wie ein elektrisierter Derwisch über die Bühne tanzt.

Zu erleben sind die "Heißen Winternächte" noch bis 2. Januar. Restkarten sind unter (01804) 665 665 und an der Abendkasse noch erhältlich.


Straftaten aufgeklärt

Brände, Sachbeschädigungen und Einbrüche in Sassnitz

Sassnitz (gü). Fahndungserfolg der Polizeidirektion Stralsund (PD) in der Hafenstadt Sassnitz! Bis dato unbekannte Täter verübten am Wochenende des 21. und 22. Dezember 2002 eine Reihe von Straftaten. Darunter auch ein Brand in einem Wohnhaus. Insgesamt wurden im betreffenden Zeitraum acht Straftaten gemeldet. Die Stralsunder Kriminalpolizeiinspektion (KPI) setzte daraufhin eine Ermittlungstruppe ein, die bereits am 23. Dezember einen 19-jährigen Tatverdächtigen festnehmen konnte. Das geht aus einer Mitteilung der PD hervor, die der Redaktion vorliegt.

Haftbefehl noch an Heiligabend

Der Festgenommene wurde noch am 24. Dezember dem Haftrichter vorgeführt, der einen entsprechenden Haftbefehl erließ, wie es weiter heißt. Die acht genannten Straftaten (Einbruchsdiebstähle, Sachbeschädigungen) und auch ein Brand vom 19. Oktober 2002 konnten somit aufgeklärt werden.

Der jetzt Festgenommene ließ sich laut Mitteilung der PD Stralsund am Abend des 21. Dezember gegen 00.30 Uhr über die Wechselsprechanlage eines Wohnhauses die Tür öffnen und legte im Keller einen Brand. Hausbewohner bemerkten diesen und löschten den Brand mit eigenen Kräften. Es entstand Sachschaden, der Tatverdächtige konnte unerkannt flüchten, ehe er wie eingangs berichtet, später festgenommen werden konnte.


Rekordfänge bei Hering, weniger bei Dorsch

Kutter- und Küstenfischer ziehen eine positive Bilanz für 2002
16.000 Tonnen "Silber des Meeres" gefangen

Sassnitz (gü).Als durchaus positiv bewerten die Küstenfischer des Landes Mecklenburg-Vorpommern das abgelaufene Jahr 2002 ! Rekordfänge von 16.500 Tonnen beim Hering, dem "Silber des Meeres", haben die geringeren Fänge beim Dorsch aufgefangen und lassen die Bilanz zudem als ausgeglichen erscheinen. Darüber informierte dieser Tage Norbert Kahlfuss, Landesvorsitzender der Küstenfischer.

Die rund 400 Fischer konnten mit den 16.500 Tonnen Hering einen neuen Fangrekord seit 1990 erzielen, wie es weiter heißt. Finanziell wurden Erlöse von rund 14 Millionen Euro erwirtschaftet, fast genauso viel wie im Jahr 2001. Besorgnis erregende Einbrüche gab es hingegen im Dorschgeschäft. Hier wurden nur noch 1.500 Tonnen an Land gezogen. Das ist weniger als die Hälfte der Fänge von 2001, so Kahlfuss weiter.

Die schwindenden Bestände in der immer mehr aussüßenden Ostsee müssen geschont werden, ist daher die Auffassung der Fischer, die entsprechende Maßnahmen unterstützen wollen, wie es heißt. So sind etwa Schonzeiten angedacht, und auch das Stockmaß soll von 35 auf 38 Zentimeter vergrößert werden. Zuwächse wurden beim Zander verbucht, Rückgänge hingegen bei Barsch, Steinbutt und Plötz, ist der Bilanz zu entnehmen. Und auch über 100 Tonnen Hornhecht wurden von den Fischern aus den Tiefen der Ostsee geholt.

Die guten Fangergebnisse beim Hering sind auf Schleppnetzfischerei, den Einsatz neuer Reusen und Netze sowie finanzieller Unterstützung durch das Land zurück zu führen, sagte Norbert Kahlfuss abschließend.



Zur Startseite "Der RÜGANER - Die Zeitung für die Insel".
© DER RÜGANER, Weiterveröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages!

Ruegen-Logo Informationen zur Insel Rügen auch über www.ruegen.com   © wild-east®marketing
Impressum