In einer unterirdischen Fabrik am Harz mußten KZ-Häftlinge die
Raketen fertigen, die Goebbels zynisch "Vergeltungswaffen" nannte
Rund 20 000 Menschen kamen bei der Produktion ums Leben - mehr als der
militärische Einsatz Opfer forderte.
Die "Wunderwaffe" konnte den Verlauf des Krieges nicht beeinflussen.
Die Arbeit der Wissenschaftler von Peenemünde hatte vielfältige
Folgen. Sie schuf die Grundlagen für alle heutigen interkontinentalen
und interplanetaren Raketen. Die moderne Kommunikation mittels Satelliten
setzt ebenfalls die Raketentechnik voraus.
Peenemünde stellt Fragen nach der Rolle der Technik in der Gesellschaft
und nach der Verantwortung von Technik und Wissenschaft gegenüber
Mensch und Natur. Dies sind Kernfragen für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Daher wird sich das Museum in den nächsten Jahren in einen Ort verwandeln,
an dem Antworten diskutiert werden.
Dokumente, Originalteile und Modelle vermitteln eine Vorstellung
von der Arbeit der Peenemünder Spezialisten und von den verheerenden
Folgen der neuen Waffe. Darüberhinaus zeigt das Museum Flugzeuge, Hubschrauber
und ein Raketenschiff aus Beständen der Nationalen Volksarmee.
Wir möchten Sie hiermit einladen, bei einem Besuch in unseren Austellungsräumen Zeuge vergangener Tage zu werden.
Führungen finden innerhalb der Öffnungszeiten statt. Gruppenführungen bitte voranmelden.
Das Museum befindet sich im ehemaligen Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt,
das selbst ein bedeutendes technisches Denkmal ist.
Historisch-technisches Informationszentrum
Bahnhofsstraße 28
17449 Peenemünde
Tel: 038371 / 20573
Fax: 038371 / 20574 |
Wir haben geöffnet:
April bis Oktober
9 - 18 Uhr
November bis März
10 - 16 Uhr |